Vom Fuß des Mt. Kanmuri bis kurz vor Ono – 46km/771Hm
Direkt am Morgen fahren wir durch einen 4 km langen Tunnel unter dem Mt. Kanmuri hindurch. Das klingt schlimmer als es letztendlich ist, der Tunnel ist modern, hell beleuchtet, es geht leicht bergab und es gibt kaum Verkehr.
Nach dem Mittagessen in Ikeda kommen wir an der größten Baustelle vorbei die wir je gesehen haben. Gebaut wird an einem riesigen Staudamm, samt neuen Straßen und Brücken. Die Baustelle ist derartig groß, dass sie ein eine eigene Aussichtsplattform hat. Wir fahren im Talboden weiter, der dann irgendwann mal geflutet werden wird. Nachdem wir die Baustelle passiert haben, haben wir die Straße komplett für uns allein, samt eines schönen Wasserfalls. Überhaupt ist bisher noch kein Tag vergangen, an dem wir nicht mindestens einmal eine verlassene Straße befahren. Es wirkt so, als wären irgendwann mal viele neue Straßen und Tunnel gebaut worden und die alten sind jetzt wenig genutzt und dem Verfall preisgegeben. Heute existiert der anvisierte Zeltplatz, aber: Er ist komplett verlassen und wirkt so, als sei er schon seit mindestens 20 Jahren nicht mehr in Betrieb. Trotzdem ist alles sehr sauber, es liegt kein bisschen Müll herum, alles wurde aufgeräumt zurückgelassen. Skurril ist, dass um 17 Uhr aus Lautsprechern plötzlich Musik über den Platz schallt. Wir recherchieren, was es mit den verlassenen Zeltplätzen auf sich hat, und erfahren dass es auch etwas mit der schnell alternden Gesellschaft zu tun haben könnte und mit dem Umstand, dass der Campingboom in Japan in der 90er seinen Höhepunkt hatte. Wir beschliessen zu bleiben. Hier in der Gegend wird zwar nicht vor Bären gewarnt aber trotzdem lagern wir diesmal alle Lebensmittel und alles was riecht in einer alten Telefonzelle vor dem Campingplatz. So schlafen wir sicher entspannter.













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