Von Ono bis Hirugano – 83km/1100Hm
Wir haben bisher das Wetter noch gar nicht erwähnt. Es gab auch nichts zu erwähnen, denn es war einfach angenehm. Mal Sonne, mal Wolken, nie zu heiß und nie zu kalt so um die 25 Grad. Bis heute Nacht. Eine Regenfront ist im Anmarsch und rupft uns alle 10 Minuten mit heftigen Windböen aus dem Schlaf. Wir sind fast froh als um viertel nach 5 der Wecker klingelt und eine weitere unruhige Nacht vorbei ist. Um 5:45 geht die Sonne auf und um 17:30 unter, die Dämmerung ist kurz und dann ist es abends schnell schlagartig dunkel. Daher haben wir uns angewöhnt früh aufzustehen.
Also frühstücken, rein in die volle Regenmontur und los geht’s. Es tropft satt und beständig vor sich hin aber ist immerhin noch warm. Unser Weg führt ein grünes Flusstal entlang, wieder gibt es wenig Autos und Affen sitzen am Wegrand. Auf einer schnellen Abfahrt kreuzt plötzlich ein kleiner Bär vor uns die Straße, wir schalten die Kette nach rechts und geben Stoff. Dann fahren wir zum ersten Mal auf einer etwas stärker befahrenen Straße und sind wieder mal beeindruckt von der gigantischen Infrastruktur. Brücken, Galerien, breite Straßen, Staudämme und überall wird gebaut. Wir machen Rast in einer Kleinstadt wo wir Camping Gas nachkaufen und die vielleicht beste Pizza Japans essen. Wir scheinen einen sehr bedürftigen Eindruck zu machen, denn in beiden Fällen bekommen wir Wegzehrung geschenkt, nachdem wir sagen, dass wir nach Tokio radeln. Die letzten Kilometer geht es dann nochmal bergauf zum Skiresort Hirugano, womit wir auch wieder auf unserer ursprünglich geplanten Route sind. Die Gegend ist hier deutlich belebter. Wir hoffen also wieder auf einen geöffneten Campingplatz und diesmal, in der dritten Nacht, haben wir Glück! Nach dem wir vom beständigen Regen komplett durchnässt sind und es hier oben auf 870m deutlich kühler ist, mieten wir uns sogar in eine kleine Hütte auf dem Platz ein.
















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